Pressegespräch mit Andreas Mehltretter

Zukunftsfragen kommen in der Politik zu kurz  

Andreas Mehltretter, Wahlkreiskandidat der SPD zur Bundestagswahl, möchte die Zukunft besser gestalten. Besonders bei fünf Themen sieht er großen Nachholbedar

Die Zukunft besser gestalten will Andreas Mehltretter, der Wahlkreiskandidat der SPD zur Bundestagswahl, denn seiner Meinung nach kommen Zukunftsfragen in der heutigen Politik viel zu kurz. „Man denkt nicht über die nächsten zwei oder drei Monate hinaus, anstatt die Weichen für die nächsten zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre zu stellen“, betonte er bei einem Pressegespräch am Montag. Deshalb hat er sich in seinem Wahlkampf fünf Themen gestellt, in denen er großen Nachholbedarf sieht

Zuerst nennt er Investitionen und Innovationen, wo trotz Milliardenüberschüssen im Bundeshaushalt nicht genügend Geld investiert wird, um beispielsweise Straßen und Brücken zu erhalten und das Verkehrsproblem vor allem in den Ballungsräumen in den Griff zu bekommen. Auch in Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten werde zu wenig investiert und auch bei der Bahn müsste mehr getan werden, um wieder mehr Güterverkehr auf die Schiene zu bringen, um gleichzeitig den Straßenverkehr zu entlasten. Weiterhin fordert er mehr öffentliche Förderungen für Innovationen und vor allem bei klein- und mittelständischen Unternehmen die Einführung eines Innovationsbonus. Bei der Energiewende und beim Klimawandel sei in den vergangenen Jahren eher gebremst worden, trägt Mehltretter vor. Gerade in diesen Bereichen müssten neue Technologien mehr gefördert werden und die Energieversorgung eher dezentralisiert werden. Gleichzeitig fordert er, dass die Energiewende sozialverträglicher gestaltet wird und die daraus entstehenden Lasten anders verteilt werden. „Bei der Bildung ist der Freistaat zwar einigermaßen ordentlich aufgestellt; bei der frühkindlichen Bildung liegt Bayern aber auf den hinteren Plätzen“, betont er und fährt fort, dass es hier ein gewaltiges Potential gäbe, in das mehr Geld investiert werden müsse. Auch müsse man Mädchen mehr für technische Berufe interessieren, um dem aktuellen Fachkräftemangel begegnen zu können. Mehltretter ist auch davon überzeugt, dass die Digitalisierung „unsere Gesellschaft umkrempeln wird“, und dies hätten manche Politiker noch nicht begriffen. Verbesserungen sieht er vor allem darin, Digitalisierung in den Bildungssystemen einzubinden, um Voraussetzungen zur besseren Nutzung in der Zukunft zu schaffen. Dazu gehört seiner Meinung nach auch ein weiterer und besserer Ausbau des Glasfasernetzes. Aber auch um das Thema „Datenschutz“ will er sich einsetzen, weil er dort Verbesserungsbedarf sieht. Gesellschaft und Integration ist ein weiteres Thema, für das er steht. Hier sieht er dringenden Handlungsbedarf in der Integration in den Arbeitsmarkt, mangelnde Sprachausbildung, ungleichen Lohn und die Gleichstellung mit anderen. Zu all diesen Themen gibt es ab dem kommenden Montag in einer „Woche der Zukunft“ täglich Veranstaltungen mit wechselnden Themen. Los geht es am Montag, 17. Juli um 19 Uhr im Restaurant Santorini in Hallbergmoss mit einer Diskussion mit dem Landtagsabgeordneten Martin Güll zum Thema „Gegen den Fachkräftemangel: Bildungssystem verändern!“. Am Dienstag, 18. Juli, um 19.30 Uhr referiert der IT-Fachanwalt Thomas Stadler im Manchinger Hof in Manching zum Thema „Datenschutz im Internet-Zeitalter – ein Auslaufmodell?“. „Digitalisierung – Jobkiller oder Heilsbringer?“ ist das Thema am Mittwoch, 19. Juli. Um 19.30 findet dazu im Hofbrauhauskeller in Freising eine Podiumsdiskussion statt. Am Donnerstag, 20. Juli, um 19.30 Uhr trägt Professor Wolfram Mauser im Hotel Hallertau in Wolnzach zum Thema „Wird es dem Hopfen zu heiß? – Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Bayern und die Hallertau“ vor. „Wie können wir Innovationen fördern?“ ist das Thema einer Podiumsdiskussion am Freitag, 21. Juli im Huberwirt in Eching. Am Samstag, 22. Juli, gibt es ab zehn Uhr einen „Integrationsbrunch“ mit dem Landtagsabgeordneten Arif Tasdelen im Oberhaus des Lindenkellers in Freising. Am Sonntag, 23. Juli, gibt es ab 14 Uhr eine Grill- und Diskussionsrunde auf der Isar-Kiesbank an der Korbininansbrücke zum Thema „Was wird Europa jemals für uns tun?“. Am 4. August findet um 19.30 Uhr im Hofbrauhauskeller in Freising die Abschlussveranstaltung statt, bei der Johanna Uekermann, die Juso-Bundesvorsitzende zum Thema „Politik für eine bessere Zukunft“ vortragen wird.

Quelle: freising-online

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