Anton Hofreiter zu Besuch in Attaching

"Es bedarf keiner dritten Bahn!"

Unser Bild zeigt die Gruppe am Ostende der nördlichen Bahn, wo Franz Spitzlsberger (l.) von der BI Attaching Anton Hofreiter in den Plan einweist.

Einen Ortstermin in Attaching hatte Anton Hofreiter, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, am vergangenen Mittwoch. Auf Einladung der Kreis-Grünen war er nach Attaching gekommen, um sich vor Ort über die Auswirkungen und zusätzlichen Belastungen, die die 3. Start- und Landebahn für die Betroffenen in Attaching mit sich bringen wird, zu informieren.

Beim Edeka-Laden in Attaching wurden Hofreiter zunächst die Pläne gezeigt, wo die 3. Bahn einmal sein soll und welch großer Teil von Attaching ihr zum Opfer fallen wird. Geduldig hörte er sich die Argumente der Betroffenen gegen den Bau der 3. Bahn an. Michael Buchberger von der BI Attaching wies beispielsweise darauf hin, dass das geplante Wachstum des Flughafens mit der 3. Bahn dem Umland entnommen wird, und dort es kaum noch Chancen auf Wachstum gäbe. Kreisrat und Bezirksrat Johannes Becher wies auf die zusätzlichen Umweltbelastungen durch eine Zunahme der Flugbewegungen und der damit unmittelbar in Zusammenhang stehenden Zunahme des Straßenverkehrs hin. Kerstin Schnapp, Wahlkreiskandidatin der Grünen für die kommende Bundestagswahl sprach die von der Flughafengesellschaft versprochenen Arbeitsplätze an und betonte, dass dies ein weiterer Zuzug von Arbeitnehmern in die Region bedeute und damit die eh schon angespannte Wohnungssituation noch weiter verschärfe. Freisings Zweite Bürgermeisterin Eva Bönig forderte, dass das Thema mehr in den Bundestag transferiert werden müsse, was von einem bayerischen Bundesverkehrsminister nicht zu erwarten wäre. Für Hofreiter leidet die ganze Region um München unter Wachstumsschmerzen, die durch den Bau einer 3. Bahn noch vergrößert würden. „Um den Flughafen München zu einem internationalen Drehkreuz auszubauen, bedarf es keiner 3. Bahn“, betonte er und fuhr fort, dass diese schon aus Gründen des Klimaschutzes nicht gebaut werden dürfe. Gerade im Klimaschutz sieht er ein großes Problem, denn „Merkel spricht nur, während gleichzeitig die CO2-Emission in Deutschland seit 2009 nicht mehr gesunken ist“. Und er fuhr fort, dass die Bundesrepublik Deutschland weltweit der größte Verbraucher von Braunkohle sei und rund 70 Prozent des importierten Erdöls für Mobilität verbraucht würde. „Dieses Problem müssen wir in den Griff kriegen, denn das Weltklima ist unsere Lebensgrundlage“, betonte er und wies darauf hin, dass ein Gericht den Ausbau des Wiener Flughafens aus Klimaschutzgründen untersagt hat. Dann machte man sich auf den Weg zum östlichen Ende der Nordbahn, um Hofreiter dort an einem Lärmreferenzpunkt die Auswirkungen eines landenden Flugzeuges zu zeigen. Man wartete dort allerdings vergeblich auf ein landendes Flugzeug, obwohl es sich um einen Zeitpunkt gehandelt hat, bei dem der Flughafengesellschaft zufolge die Kapazitätsgrenze erreicht sei. Absicht, dass der Landeverkehr nur auf der Südbahn abgewickelt wurde, oder „nur ein Schelm, der Böses dabei denkt“. Und auch die Anzahl der auf der Nordbahn startenden Flugzeuge – in 30 Minuten waren es gerade mal sieben Flugzeuge – deutete nicht auf eine Überlastung hin.

Quelle: freising-online

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