Freisinger Umwelttage

Alle unter einer Decke

Das Team hinter den Freisinger Umwelttagen 2017: V.l. Sascha Schloifer und Michelle Mutua von der Agentur vollblut Marketing, Freisings Klimaschutzmanagerin Marie Hüneke, Umweltingenieurin Beate Metz und Umweltreferent Manfred Drobny.

Es ist eine „Guerilla-Aktion“, wie Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher formulierte, mittels derer die Agentur „vollblut Livemarketing“ schon jetzt auf die Freisinger Umwelttage einstimmt, die am Freitag, 23. Juni, in der Domstadt beginnen: An fünf Orten in Freising wurden per „Reverse Graffiti“ ebenso knappe wie einprägsame Slogans angebracht, die den Bürgern knackige Energiespartipps nach bringen: „Katze auf dem Schoß“ etwa oder „Zu zweit unter die Decke“. Mit einem speziellen Reinigungsgerät wurden die Ratschläge in den Boden eingearbeitet und verblassen nach sechs Wochen. Dieser Zeitpunkt passt auch genau zum Ende der Umwelttage am Samstag, 8. Juli. Das Bewusstsein zum Schutz der Umgebung sollte danach indes besonders geschärft sein und nachhaltig in den Köpfen der Freisinger bleiben. „Wir wollen ein Beispiel geben und Werbung für den Klimaschutz machen“, sagt der Freisinger Umweltreferent Manfred Drobny, der die Umwelttage mit konzipiert hat: „Die Energiewende geht uns alle an!“

Aktueller könnte das Thema gar nicht sein! Donald Trump, US-amerikanischer Präsident kündigt das Klimaabkommen auf und hinterlässt so eine Menge Fragezeichen. Damit vertritt der streitbare Republikaner genau die entgegengesetzte Ansicht zu Manfred Drobny, dem Umweltreferenten der Stadt Freising. Er hat die Freisinger Umwelttage vom 23. Juni bis 8. Juli geplant und ist vom Gegenteil überzeugt: „Wir müssen dran bleiben und dicke Bretter bohren!“ Die Stadt Freising fühle sich dem Energiewendebeschluss bis zum Jahr 2030 ausdrücklich verpflichtet, was in der Veranstaltung und Gewichtung der Umwelttage Niederschlag findet. Ein festicher Auftakt mit „Sauglocknläutn“ und einem Expertenvortrag von Dr. Michael Kopatz im Großen Sitzungssaal des Rathauses am 23. Juni um 19 Uhr stellt den Startschuss dar, an den sich zahlreiche Veranstaltungen an verschiedenen Orten in der Stadt anschließen. Das detaillierte Programm ist auf der Freisinger Homepage www.freising.de einzusehen. Umweltingenieurin Beate Metz präzisiert: „Die Umwelttage werden heuer auf zwei Wochen ausgedehnt. Ein reichhaltiges Programm soll alle Bürger ins Boot holen. Und wir haben das Stadtradeln integriert!“ Das startet am Sonntag, 18. Juni, mit einer Eröffnungsradtour um 13 Uhr auf dem Freisinger Marienplatz und endet am Samstag, 8. Juli. Mitmachen kann jeder, der in Freising wohnt, arbeitet, studiert, zur Schule geht oder einem Verein angehört. Wer daran teilnehmen möchte, muss sich beim Anmelden einem Team zuordnen. Alle Teilnehmer radeln aber die Strecken alleine, falls sie das wollen. Die Anmeldung und Gründung von Teams erfolgt online unter www.stadtradeln.de/stadt-freising/. Geradelt werden kann bis Samstag, 8. Juli. Auch beim STADTRADELN gibt es für die Radler und Teams viele attraktive Preise zu gewinnen, die von den Geschäften gespendet wurden. Die gemeinsame Preisverleihung für die Aktion „Mit dem Rad in der Stadt“ und des STADTRADELNs ist am Mittwoch, 19. Juli, ab 19.30 Uhr im Großen Rathaussaal. Gut eine Woche zuvor, am 8. Juli, finden die Freisinger Umwelttage ihren Abschluss - mit einem „Science Slam“, bei dem Wissenschaftler im Großen Sitzungssaal ein Thema ebenso anschaulich wie unterhaltsam präsentieren. Das Publikum hat die Wahl und kürt im Anschluss den Sieger, der dann den „Bio-Apfel“ erhält. Mit der Radldisco und den Discjockeys Dominik Kollmann und MC Frost auf dem Marienplatz ab 20 Uhr gehen die Tage zu Ende. Der Gag dabei: An fünf Generatoren-Fahrrädern muss der Strom für die Veranstaltung erstrampelt werden.

Quelle: freising-online

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